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Fußboden aus Kork

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MassivbodenBei seiner Verlegung ist ein Fußboden aus Kork bereits mindestens 20 Jahre gereift. Denn der Rohstoff Kork wird aus der dicken Rinde der Korkeiche gewonnen. Und bis diese Schicht die nötige Dicke erreicht hat, müssen erst einmal 20 Jahre (oder sogar ein wenig mehr) vergehen.

Die Korkeiche ist in warmen, mediterranen Gefilden heimisch. Ein Großteil des weltweit produzierten Kork stammt aus den Ländern Spanien und Portugal. Hier hat die Gewinnung von Kork eine lange Tradition, die bewährten Techniken werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Schälung der Korkeiche erfolgt stets von Hand. Niemals wird die komplette Rinde abgetrennt, sondern nur ein Teil. Nach der ersten Schälung wird das Prozedere etwa alle acht bis zwölf Jahre wiederholt. So kann eine Korkeiche in ihrer Lebenszeit bis zu zwanzig Mal geschält werden. Dieser Prozess schadet dem Baum keinesfalls. Im Gegenteil, die Rinde wächst immer wieder nach und wird im Laufe der Zeit immer hochwertiger.

Der physikalische Aufbau eines Fußbodens aus Kork ist mindestens ebenso interessant wie die Geschichte seiner Gewinnung. Die Korkschicht der Korkeiche besteht nämlich aus nichts anderem als aus abgestorbenen Pflanzenzellen. In diesen Zellen ist Luft eingelagert. Eine weitere Besonderheit der Korkzellen ist Ihre Umlagerung mit Suberin, einem natürlichen Polymer. Dieser Stoff wirkt hydrophob (sprich wasserabweisend).

Die physikalische Struktur des Kork erklärt auch die spezifischen Eigenschaften eines Korkfußbodens. Aufgrund der eingeschlossenen Luft ist Kork sehr elastisch. Ein Fußboden aus Kork bietet daher exzellenten Geh- und Stehkomfort. Im Vergleich zu anderen Böden führt seine Elastizität zu einer deutlichen Entlastung von Rücken, Beinen und Gelenken.

Auch als natürliche Trittschalldämmung wirkt die eingeschlossene Luft. Korkfußboden ist daher ein sehr ruhiger Fussboden. Das macht ihn besonders für Familien mit Kindern und hellhörigen Nachbarn interessant. Denn trotz seiner flüsterleisen Eigenschaften ist ein Korkfußboden natürlich ein reines Naturprodukt.

Für alle, die zu kalten Füßen neigen ist ein Korkfußboden ebenfalls ein Segen. Der Boden nimmt schnell die jeweilige Raumtemperatur an. Gleichzeitig sorgt die geringe Wärmeleitfähigkeit dafür, dass die Körperwärme des Fußes gewissermaßen reflektiert wird.

Die Oberfläche eines Korkfussboden fühlt sich sehr angenehm an. Aber sie bietet weit mehr als nur eine angenehme Haptik. Die kleinen luftgefüllten Zellen stecken kleinere Belastungen schnell weg. Nach einem heruntergefallenen Glas oder Schlüsselbund richten sie sich einfach wieder auf. Das gebundene Suberin mit seinen wasserabweisenden Eigenschaften sorgt außerdem dafür, dass Flüssigkeiten nicht in kurzer Zeit in den Boden eindringen können und so Flecken verursachen.

Dementsprechend einfach gestaltet sich auch die Reinigung und die Pflege eines Fußboden aus Kork. Loser Schmutz kann einfach mit einem Staubsauger oder einem weichen Besen zusammengekehrt werden. Und zum einfachen Wischen reicht ein mit Wasser befeuchtetes Tuch.

Allerdings sollte das Wischen wirklich nur „nebelfeucht“ erfolgen, um Wasserflecken vorzubeugen. Ein Korkfußboden lässt sich heute ähnlich leicht verlegen, wie sein Pendant aus Parkett. Ganz ähnlich zum Parkett gibt es auch bei Korkfußböden zwei Varianten: Als Kork-Fertigparkett oder als massive Korkelemente.

Der mehrschichtige Aufbau des Korkfertigparkett sorgt für eine erhöhte Stabilität. Außerdem ist ein Klick-System integriert. Dieses System macht eine Verlegung ohne Kleber möglich, die „schwimmend“ erfolgen kann. Dabei wird der Boden nicht mit Boden oder Wänden verklebt.

Bei massiven Korkelementen ist das Vorgehen anders. Hier wird sowohl die Unterseite des Korkbodens als auch der Untergrund mit geeigntem Kontaktkleber bestrichen. Nachdem dieser eingewirkt ist, werden die Elemente dann mit einem Gummihammer auf dem Untergrund befestigt. Enorm wichtig ist die korrekte Auswahl eines passenden Klebstoffes. Ein falscher Kleber ist eine häufige Ursache für schadhafte Korkfußböden.

 


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